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Autor Thread nr. 3872
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geschrieben am Mittwoch, 9. März 2005 um 12:54

Frankenstein Junior
Frankenstein Junior
(Young Frankenstein )

Gruselkomödie
USA 1974
Regie: Mel Brooks
Buch: Mel Brooks, Gene Wilder, Mary Shelley (Roman)
Produzent: Michael Gruskoff
Musik: John Morris, Irving Berlin
Darsteller: Gene Wilder, Peter Boyle, Marty Feldman, Madeline Kahn, Cloris Leachman, Teri Garr, Kenneth Mars, Richard Haydn, Liam Dunn, Danny Goldman, Oscar Beregi Jr., Arthur Malet, Anne Beesley

Brooks hat den Film in schwarzweiß inszeniert und in den Laborszenen nicht nur die von Ausstatter Kenneth Strickfaden gestalteten Kulissen des Klassikers neu auferstehen lassen: Er hat teilweise sogar das gleiche Equipment benutzt wie der Regisseur der beiden Originalfilme, James Whale. Auf diesem Fundament hat er jedoch keinen düsteren Horrorfilm erschaffen, sondern eine Non-Stop-Comedy der Extraklasse.

Brooks erzählt die Geschichte von Frederick Frankenstein (Gene Wilder) und seinen Bemühungen, die Experimente seines inzwischen verstorbenen Vaters zu einem ruhmreichen Ende zu führen. Praktischerweise hat ihm sein Vater, Dr. Frankenstein, ein Buch mit dem Titel "How I did it", in etwa: "Wie ich es gemacht habe", hinterlassen. Ihm zur Seite stehen der unglückliche Bucklige Igor (Marty Feldman) sowie die hübsche, aber leider nicht sonderlich schlaue Inga (Teri Garr). Trotz allerlei widriger Umstände gelingt es Frankenstein sein Experiment durchzuführen und er erschafft ein neues Monster (Peter Boyle). Fertig ist die Bühne für eine geschmacklos-schöne Revision der Frankenstein-Legende.

Mit komödiantischen Höhepunkten, die gar nicht alle aufgezählt werden können, führt Brooks seine brillanten Schauspieler (zu denen, neben den genannten, außerdem Cloris Leachman, Madeline Kahn, Kenneth Mars und Gene Hackman in einer Cameo-Rolle gehören) durch eine Szenenfolge inspirierender Heiterkeit.

Frankenstein Junior ist ein charmanter Film, ein Komödienklassiker und ohne Zweifel eine der besten Arbeiten aller in die Dreharbeiten involvierten Personen vor und hinter der Kamera. Dies wird vor allem daran deutlich, dass keiner der zahllosen Gags heute, über 25 Jahre nach der Entstehung des Filmes, an Esprit oder Witz verloren haben.

In einer Karriere, die einige der besten Komödien hervorgebracht hat, die jemals inszeniert wurden, wird man sich an Mel Brooks eines Tages vor allem für einen Film erinnern: Frankenstein Junior. Und denken Sie dran, es spricht sich "Fronkenstien".

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gahbala
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geschrieben am Samstag, 2. April 2005 um 16:55
** gahbala hat diesen Film mit gut! "gut!" bewertet!

Die erste Szene schleppt sich etwas lahm dahin, ohne wirklich richtig lustig zu sein und irgendwie hätte man doch was anderes erwartet. Aber dann gehts plötzlich los und der vom lachkrampf schmerzende Bauch wünscht sich den gemächlichen Anfang zurück. Zum Glück kommt es jedoch nicht so weit.
Hammer!

GM00524
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geschrieben am Samstag, 2. April 2005 um 23:09

Ich glaube am meisten muss ich immer über Feldman lachen

tidus83
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geschrieben am Samstag, 4. März 2006 um 19:46
** tidus83 hat diesen Film mit Empfehlenswert! "Empfehlenswert!" bewertet!

mel brooks hat halt einen eigenen humor

GM00524
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geschrieben am Samstag, 4. März 2006 um 21:27

Einer der Filme, die man besser in Erinnerung hat, als sie wirklich sind. Damals fand ich ihn sehr lustig, aber Meisterwerk würde ich ihn heute nicht mehr nennen. Muss meine Bewertung revidieren!!!

8martin
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geschrieben am Donnerstag, 1. November 2018 um 16:02
** 8martin hat diesen Film mit Sehenswert! "Sehenswert!" bewertet!

Doppeltes Glück

Mel Brooks hat mit der ihm eigenen Komik eine Parodie auf die beiden Frankenstein Klassiker gemacht. Dabei lehnt er sich in Ausstattung und Szenengestaltung an die beiden Vorlagen von 1931 und 1935 ganz dicht an und fügt eine Reihe von Schenkelklopfern und zweideutig-eindeutige Bemerkungen hinzu. Er spielt mit den Reminiszenzen der Vorlagen, was die Kenner genießen können.
Peter Boyle als Monster ist längst nicht so furchterregend gruselig wie Boris Karloff. Er kommt eher als gemütlicher Riese daher. Dafür passt Gene Wilder in die Titelrolle wie die Hand in den Handschuh. Hier hat der junge ‘Fränkenstiien’ eine Assistentin Inga (Teri Garr) und eine Verlobte Elizabeth (Madeline Kahn mit gleicher Frisur wie die Braut des Ur-Frankensteins). Bei Nennung des Namens der Haushälterin Frau Blücher (Cloris Leachman) wiehert jedes Mal ein Pferd. Die Ausstattung des Labors ähnelt den Klassikern. Das Monster liebt Musik und fürchtet sich vor Feuer. Die Szene am Brunnen mit dem kleinen Mädchen wird durch einen Sturzflug ins Bett beendet statt mit Mord, der blinde Eremit (Gene Hackman) gießt dem Monster heiße Suppe in den Schoß und die Krönung ist der quasimodomäßige Marty Feldman.
Für den Schluss haben sich Brooks und Wilder einen netten Gag einfallen lassen: eine Übertragung bzw. ein Austausch der Gehirne von Dr. Frankenstein und dem Monster. Es gibt eine ‘Doppelhochzeit‘: Monster und Elizabeth in der einen Kiste und der Junior treibt es mit Inga, die sich erstaunt und zugleich erfreut über des Doktors neue, große Glieder äußert. Respektlos netter Klamauk.

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