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12 Years a Slave (2013)

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12 Years a Slave (2013)
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12 Years a Slave (2013)
(Twelve Years a Slave)

Drama
USA 2013
Regie: Steve McQueen (2)
Buch: John Ridley, Solomon Northup (Autobiographie)
Musik: Hans Zimmer
Produzent: -, Dede Gardner, Anthony Katagas, Jeremy Kleiner, Steve McQueen (2), Arnon Milchan, Bill Pohlad
Darsteller: Chiwetel Ejiofor, Michael Fassbender, Benedict Cumberbatch, Paul Dano, Garret Dillahunt, Paul Giamatti, Scoot McNairy, Lupita Nyong'o, Adepero Oduye ...mehr

Der Staat New York, Mitte des 19. Jahrhunderts: Der freie Afro-Amerikaner Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) lebt ein einfaches, aber glückliches Leben. Zwei Fremde engagieren den Musiker für einen abendlichen Auftritt und laden ihn danach auf einen Drink ein. Als Solomon am nächsten Morgen erwacht, muss er feststellen, dass er sich angekettet auf einem Sklavenschiff in Richtung Louisiana befindet. Er wird verkauft und muss fortan unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten - vor allem der grausame Plantagenbesitzer Edwin Epps (Michael Fassbender) macht ihm das Leben zur Hölle. Im Laufe seiner Gefangenschaft wird Solomon klar: Wenn er seine Familie jemals wiedersehen möchte, muss er zu außergewöhnlichen Mitteln greifen. Als er im zwölften Jahr seines Martyriums schließlich auf den Sklaverei-Gegner Bass (Brad Pitt) trifft, nimmt sein Leben noch einmal eine Wendung...

Kinostart: 16.01.2014

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📜Ein wirklich richtig harter Film. Was in den 90ern "Schindlers Liste" über den Holocaust war (und ist) ist "12 Years a Slave" über die Sklaverei in den USA.

Im Süden der USA gibt es ja immer noch manche die irrsinniger Weise behaupten dass es damals "gar nicht so schlimm war" und das "manche Sklavenhalter ihre Sklaven gut behandelt haben" .

Die Story ist schon so unglaublich dass man kaum glauben mag das sie wahr ist und dass es noch viele mehr gab denen es ähnlich ergangen ist. Der Leidensweg wird hier gnadenlos gezeigt und als Zuschauer gibt es den einen oder anderen Moment wo man fast wegschauen will vor Grauen.
Besonders eine Szene bleibt im Gedächtnis, da soll Solomon aufgehängt werden aber weil die Besitzansprüche und Strafe nicht genau geklärt sind, bleibt er solange hängen und mit den Füßen im Matsch um sein Leben kämpfend bis es geklärt ist, währenddessen geht der Alltag um ihn herum weiter.
Da wird einem klar wie wenig die Menschenleben der Sklaven damals wert waren (bzw. diese nur dahingehend gewertet wurden wie viel Baumwolle gepflückt wurde) und dass die Sklaven es gewohnt waren ihre Kollegen sterben zu sehen.

Der Cast ist riesig und glänzt so ziemlich auf ganzer Linie. Nur Giamatti, Pitt und Dano fand ich fallen ein wenig ab und überstrapazieren ihre Charaktere.
Steve McQueens Lieblingsdarsteller Fassbender weiß mal wieder zu glänzen nach seiner schläfrigen Performance in "The Counselor".
Steve McQueens Regie ist mal wieder sehr präzise und man kann nur hoffen dass er sich bald wieder entscheidet einen Film zu machen.

[Beitrag editiert von Taxi Driver Fan am Dienstag, 28. Januar 2014 um 01:14]


Patseys Leid

📜Der farbige Regisseur Steve McQueen (nicht noch ein Joke über seinen Namen) hat einen mutigen und konsequenten Film über das Sklavenproblem in den USA Mitte des 19. Jahrhunderts gemacht. Dabei spielt er ganz bewusst auf die harte Tour. Die Weißen sind nicht die Bösen, sie sind die Teufel. Unter ihnen leiden besonders die beiden Hauptdarsteller Solomon (Chiwetel Ejiofor) und Patsey (Lupita Nyong’o). Sie müssen, obwohl kein Paar, schier unerträgliche körperliche Schmerzen erdulden. Nichts wird beschönigt: Vergewaltigung und Auspeitschen der Sklaven sind an der Tagesordnung. In einer furchteinflößenden Atmosphäre der Rechtlosigkeit bestimmt erst ein humaner Sklavenhalter (Benedikt Cumberbatch) das Leben der Leibeigenen, gefolgt vom üblen Plantagenbesitzer Epps (Michael Fassbender). Der überzeugt als Menschenschinder der schlimmsten Sorte. Er lebt nicht wie ein Schwein, er ist eins. Von den beiden Cameos (einmal Paul Giamatti als fieser Sklavenhändler) ist das von Brad Pitt (auch Produzent) das entscheidendste. Er liefert sich ein intellektuelles Rededuell mit Epps, in dem er mit vollster Logik darlegt, warum Sklaverei weder religiös noch rechtlich oder ökonomisch haltbar ist. Die Filmmusik ist von Hans Zimmer und so gibt es nebenher noch viel echten Blues, der das Bild stimmig abrundet.
Der Film überzeugt durch eine ergreifende Story, die in einer typischen Südstaaten Atmosphäre spielt. Bemerkenswert, wie er nur in eine Richtung geht: Unrecht, Gewalt und Leid. Und selbst das erwartete Happy End bleibt trotz Tränenreichtum erträglich.


📜Wie erwartet, ist "12 Years a Slave" für mich persönlich ein guter, aber kein sensationeller Film. Toll ist auf jeden
Fall, dass solch ein Thema mal in einem Spielfilm aufgearbeitet wird. Allein dafür muss es schon Beifall geben,
auch weil alle Beteiligten wohl mit viel Mühe an die Materie gegangen sind. Prägende intensive Szenen gibt es auch
genügend, wie die von Taxi Driver Fan schon angesprochene, in der Solomon am Strick hängt und die Zeit dabei
stehen zu bleiben scheint. Intensiver kann Kino fast nicht sein!
Was mir insgesamt ein wenig gefehlt hat, ist eine stärkere Auseinandersetzung mit dem Sklavenalltag und
besonders eine kommunikative Darstellung der damaligen Positionen (Sklaverei-Befürworter und Gegner). Sicher:
Das Thema steht natürlich im Mittelpunkt und wird angesprochen, aber dann doch etwas zu oberflächlich (s. der
kurze Schlagabtausch zwischen Fassbender und Pitt, aus dessen Rolle als Sklavereigegner man sowieso nicht viel
herausgeholt hat).
Solomon wurde mir über den ganzen Film, trotz der Tragik, auch nie vollends sympathisch, aber das ist auch wohl
rein subjektiv. Chiwetel Ejiofor spielt schon gut!
Insgesamt ist "12 Years a Slave" daher für mich ein starker Film, aber nicht so gut, wie er manchmal dargestellt
wird.

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