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Laßt mich Leben

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Laßt mich Leben
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Laßt mich Leben
(I Want to Live! (1958))

Drama/Gerichtsfilm/Literaturverfilmung
USA 1958
Regie: Robert Wise
Buch: Nelson Gidding, Don Mankiewicz, Ed Montgomery, Barbara Graham
Musik: Johnny Mandel
Produzent: Walter Wanger
Darsteller: Susan Hayward, Simon Oakland, Virginia Vincent, Theodore Bikel, Wesley Lau, Philip Coolidge

Barbara Graham wird verhaftet, weil sie eine alte Frau erschlagen haben soll. Zunächst weigert sie sich, auf die Fragen der Polizei zu antworten. Erst als sie von einem angeblichen Komplizen belastet wird, beteuert sie ihre Unschuld. Von Presse und Öffentlichkeit gleichermaßen für schuldig erklärt, verurteilt das Gericht sie wegen Mordes zum Tod in der Gaskammer. Je näher das Hinrichtungsdatum rückt, desto verzweifelter kämpft Barbara Graham darum, die Wahrheit ans Licht zu bringen - und gegen alle Widerstände ihr Lieben zu retten...

Laßt mich Leben - DVD
mehr info hier

sehr dramatischer Film mit einer grandios aufspielenden Susan Hayward die den Film im alleingang trägt!

Spoiler-Warnung:  

deswegen ist die DVD auch mit der FSK:18 versehen.


Grandiose Darsteller, sehr sehenswert!


Schon öfter gesehen, Ein überaus beeindruckender Film mit einer großartigen Schauspielerin, exellent gespielt!


Partygirl und Mutter

📜Der Film ist ein eindringlicher Appell gegen die Todesstrafe, vielleicht der Beste dieser Art. Regisseur Robert Wise hat bereits 1958 bewusst einen Fall ausgesucht, in dem ein Mord nicht eindeutig geklärt war und erhielt diverse Oscarnominierungen, Hauptdarstellerin Susan Hayward erhielt zu Recht einen Goldmann.
Die Tat selber sieht man nicht. Die Zuschauer sind vom Vorwurf ebenso überrascht wie Barbara Graham (Hayward). Aber alles spricht gegen sie: bereits früher einmal wegen Meineids verurteilt, lebte sie im kriminellen Milieu mit ihrem drogensüchtigen Mann Henry (Wesley Lau) und ihrem kleinen Sohn. Alles läuft gegen sie. Ein Undercover Ermittler gibt ihr ein falsches Alibi. Sie fällt drauf rein. Durch ihre eleganten Auftritte ist sie bald die Heldin der Klatschpresse (‘Tigerweib‘). Sie ist pampig und teilt verbal aus und macht sich so die Presse zum Feind. Die Berichte sind eine Vorverurteilung.
Das Hauptaugenmerk richtet der Film auf die letzten Tage und Stunden in der Todeszelle. Die Vorbereitungen werden detailliert dokumentiert: vom Einstellen der Anlage in einer achteckigen, luftdichten Zelle mit den Fenstern für die Zeugen bis hin zur Mischung in einer chemischen Reaktion von Blausäure. (ähnlicher Grundstoff wie Zyklon B, das die Nazis im KZ verwendet haben).
Das traumatische ist aber die Dehnung der Wartezeit. Es wird mehrfach Aufschub beantragt und abgelehnt. Ein Spiel mit einem Menschenleben. Das ist genauso entwürdigend wie das Vergasen selber. Ob Barbara Graham die Tat nun begangen hat, ist inzwischen fast egal (wahrscheinlich eher nicht!), so dürfen aber Menschen nicht mit Menschen umgehen. Immer wieder ein Blick zur Uhr, Stille, das Telefon klingelt…
Der Zuschauer erlebt das Warten fast in Echtzeit mit. Unerträglich! Peinliche Details werden erwähnt wie die Schlafmaske, das Ausziehen der Schuhe, das Barbara nicht will, dann das Festschnallen auf dem Stuhl, der Todeskampf.

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Freitag, der 24. Mai 2019, 02:44
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