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Das Leben ist ein langer ruhiger Fluss

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Das Leben ist ein langer ruhiger Fluss
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Das Leben ist ein langer ruhiger Fluss
(La vie est un long fleuve tranquille)

Tragikkomödie
Frankreich 1987
Regie: Étienne Chatiliez
Buch: Étienne Chatiliez, Florence Quentin
Musik: Gérard Kawczynski
Darsteller: Benoît Magimel, Valérie Lalande, Maurice Mons, Christine Pignet, André Wilms, Hélène Vincent, Abbes Zahmani, Daniel Gélin

In einem kleinen Ort in Nordfrankreich in unseren Tagen: Auch nach dem Tod seiner Frau weigert sich der Arzt Dr. Mavial (Daniel Gélin), die Krankenschwester Josette (Cathérine Hiegel), mit der er seit Jahren ein Verhältnis hat, zu heiraten. Aus Wut darüber enthüllt Josette ein lange gehütetes Geheimnis: Am Weihnachtstag vor zwölf Jahren wurden im Krankenhaus zwei Babys geboren - und anschließend von Josette vertauscht. Die Nachricht schlägt wie eine Bombe ein. Die gutbürgerliche Familie Le Quesnoy erfährt, dass ihre Tochter Bernadette (Valérie Lalande) eigentlich in die höchst proletarische Familie Groseille gehört. Und Maurice (Benoît Maginel), der vermeintliche Sohn der Groseilles, ist in Wirklichkeit ein Spross aus dem reichen Hause Le Quesnoy. Verbissen sucht man nach einem Ausweg aus dem Dilemma. Da verfällt Monsieur Le Quesnoy (André Wilms) auf die Idee, seinen Sohn Maurice zu sich zu holen. Quasi als "Ablösesumme" zahlt er den Groseilles, die sich in chronischer Geldnot befinden, die stattliche Summe von 20000 Francs. Aber damit fangen die wahren Probleme erst an ...

Mit seinem ersten Spielfilm "Das Leben ist ein langer ruhiger Fluss" feierte der frühere Werbefilmer Étienne Chatiliez (Jahrgang 1952) ein furioses Debüt. Seine bissige und skurrile Komödie wurde in Frankreich zum Überraschungserfolg des Jahres 1988 und sorgte später auch hierzulande für volle Kinokassen. Dabei hat Étienne Chatiliez so manche bitter-satirische Pille in seinem Film versteckt: Respektlos karikiert er die Arroganz und Borniertheit der reichen französischen Oberschicht, aber auch die "Proletarier" werden keineswegs zu Helden verklärt.

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Schade, dass der Film nicht wiederholt wird. Ich hätte ihn mir gerne angeschaut (schon nur wegen dem bestimmt schnuckligen Benoît Magimel, hihi ) - war dann aber leider doch zu müde. (kein Wunder bei diesen Sendezeiten, jaja)


uff, klingt heftig, die Story. Aber sehr interessannt. Vielleicht schau ich ihn mir mal an, obwohl ich keinen der Schauspieler kenne....


...ein aufregender stürmischer Bach

📜Das Filmdébut von Étienne Chatiliez zeigt anhand von drei Gruppierungen ein Bild der Gesellschaft. Und mit den vertauschten Kindern werden Unterschiede deutlich. Prol-Familie Groseille mit vielen Kindern erzeugt einen wunderbaren Kontrast zur gutbürgerlichen, tief religiösen Familie Le Quesnoy. Dazwischen laviert der verheiratete Gynäkologe Dr. Mavial (Daniel Gélin), der eine kranke Frau zu Hause hat und drum spitz auf seine Sprechstundenhilfe Josette (Catherine Hiegel). Er behandelt sie wie ein Machoschwein und treibt nur das kleine Rein-Raus Spielchen mit ihr.
Als Josette die Faxen dicke hat, vertauscht sie die Säuglinge auf der Entbindungsstation der Familien Le Quesnoy und Groseille.
Verhaltensweisen bei Tisch und in der Freizeit werden gegenübergestellt und die unterschiedlichen Reaktionen von Eltern und Geschwistern geschildert.
Für die Kinder ist der Realitätsschock genauso schwer zu verarbeiten wie für die Eltern. Momo bzw. Maurice wie er jetzt heißt (der ganz junge Benoit Magimel) kommt am ehesten damit zurecht. Er wechselt die Fronten und ändert seine Kleidung. Madame Groseille kann das Geld, das sie von den Le Quesnoys erhalten hat, voll rauspfeffern. Sie fährt mit dem Taxi zum Supermarkt. Die spießigen, gutbürgerlichen Le Quesnoys sind in ihrer eigenen Welt gefangen. Tochter Bernadette (Valerie Lalande) schließt sich ein, entwickelt eine Putz- und Waschneurose. Frau Le Quesnoy ist hilflos, heult und säuft nur. Der Rücktausch der Kinder ist auch keine Lösung. Am Ende sitzt Dr. Mavial mit Josette am Meer und Mireille Mattieu schmettert dazu ‘Paris en colère‘: ‘Paris hat einen Wutanfall‘.
Das Personenspektrum reicht von total durchgeknallt bis spießig verklemmt. Da kommt Freude auf, wenn das Dienstmädchen Marie-Thérèse (Catherine Jacob) schwanger ist und steif und fest behauptet nie mit einem Mann geschlafen zu haben. Die Jungs schnüffeln und trinken Bier. Maurice erobert die Herzen der neuen Mutter (Hélène Vincent) und der Großmutter. Gute Unterhaltung mit klar profilierten Charakteren. Nur eins ist klar ‘ Das Leben ist kein langer, ruhiger Fluss.‘ Im Gegenteil: es ist flott und heftig.

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Sonntag, der 16. Juni 2019, 18:29
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