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Apocalypse Now! (Rezensionen)
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Film Bewertung: 26. Platz in der Top 100 Film-Liste
(26) Meisterwerk! Meisterwerk!
Apocalypse Now!
Apocalypse Now!
(Apocalypse Now Redux)
Kriegsfilm • USA 1979 • Regie: Francis Ford Coppola • Darsteller: Marlon Brando, Robert Duvall, Martin Sheen, Frederic Forrest, Albert Hall, Samuel Bottoms, Denni...

Inhaltsangabe:
Captain Willard (Martin Sheen) erhält während des Vietnam-Krieges einen geheimen Spezialauftrag: Er soll den unkontrollierbar und offenbar verrückt gewordenen Colonel Kurtz (Marlon Brando) aufspüren, der tief im Landesinneren ohne jeglichen Kontakt zu seinen Befehlshabern steht und die Kriegsführung in die eigenen Hände genommen hat. Sein Befhel lautet, den Colonel zu liquidieren. Doch je weiter Willard in den Dschungel eindringt und mit dem Grauen eines unbarmherzigen Krieges konfrontiert wird, desto mehr verwandelt er sich in den Mann, der er töten soll...

Mitglieder-Rezensionen
📄 Rezension von the_scarface
Bewertung: Meisterwerk! "Meisterwerk!"verfasst am Montag, 27. Oktober 2008 um 20:44

Manche Filme guckt man sich einfach an. Wenn sie lustig sind, lacht man darüber. Wenn sie traurig sind, trauert man mit. Aber Francis Ford Coppola folgt einer anderen Tradition. Er will, dass seine Zuschauer die Filme erleben. Er will, dass sich die Zuschauer so fühlen, als seien sie dabei. Wie ein unsichtbarer Beobachter direkt hinter dem Hauptdarsteller. Sei es Al Pacino in "Der Pate" oder Gary Oldman in "Bram Stoker´s Dracula". In Apocalypse Now verfolgt man Martin Sheen. Die Besonderheit an diesem Film: Unbemerkt wird man als Zuschauer selber beobachtet. Und zwar von einem Mann, der der Wahnsinn persönlich ist. Er ist diesmal der unsichtbare Beobachter und tritt erst die letzte halbe Stunde des Über-Films in Erscheinung: Marlon Brando. Willkommen in der Welt des Col. Kurtz.

Der Film beginnt mit dem endlosen Warten des Captain Willard, der sich in seiner Einöde in Saigon betrinkt und schließlich in einer darstellerischen Glanzleistung Martin Sheens völlig betrunken und verwirrt zusammenbricht. Bereits diese Szene ist Kult für sich. Als er dann seinen Auftrag erhält, ist man bereits unwissend in den Bann des Colonel Kurtz geraten. "Eine Schnecke, die sich auf einem Rasiermesser entlang bewegt"...
Die folgenden 2 Stunden fesseln schlichtweg in ihrer Bildgewalt. Wenn das Schiff den Fluss entlang schippert und dabei die Sonne auf-oder untergeht, sind das schlichtweg Szenen, die zur Gesamtatmosphäre des Films beitragen und den Zuschauer derart fesseln, dass er nicht lachen oder weinen kann, sondern einfach nur gebannt auf den Fernseher blickt. Wenn Lt. Kilgore dann zum "Walkürenritt" ein Dorf zerbombt, dann erhalten die Bilder eine ganz andere Bedeutung. Wenn der selbe Mann seinen Männern befiehlt, inmitten von Bombenhagel im Meer zu surfen, fragt man sich: Wie wahnsinnig ist der Krieg?
Sobald das Schiff dann in Kambodscha an der Festung des Colonels ankommt, macht der Film eine 180 Grad Wendung. Kein Laurence Fishburne mehr, der lustige Kommentare abgibt, kein Chef mehr der etwas über seine Playboy Sammlung erzählt, sondern einfach nur Colonel Kurtz und Captain Willard. Der Eine mit einem Schicksal, das er selbst gewählt hat und der Andere, dessen Schicksal in eben diesen Händen des Einen liegt.
´Das Grauen, Das Grauen...´


📄 Rezension von DerPsycho
Bewertung: Meisterwerk! "Meisterwerk!"verfasst am Montag, 9. März 2015 um 18:52

Ich habe mir neulich die Redux-Fassung angesehen und ich glaube, es ist bei mir ähnlich wie bei Coppolas "Der Pate": Irgendwie wusste
ich danach nicht so wirklich, was ich von dem Film halten soll. Scheint wohl ein Stilmittel des Regisseurs zu sein!
Was ich sagen kann: Der Film ist sehr atmosphärisch und stellt den Krieg so dar, wie ihn kaum ein anderer Film darstellt. Manche Szenen
sind schlechtweg genial umgesetzt. Doch habe ich dabei Trauer, Freude oder ähnliches empfunden? Eher nicht... Das liegt zum einen
daran, dass ich mich mit vielen Kriegsfilmen schwer tue, zum anderen wohl an der Absicht der Films: Er will nicht unterhalten, sondern
den Zuschauer quasi in eine Beobachterposition versetzen, wo er selbst über das Gesehene urteilen kann. Dabei hat es mir anscheinend
die Redux-Fassung noch etwas schwerer gemacht, denn gerade die Szenen, mit denen ich mich besonders schwer getan habe, sind hier
wohl neu hinzugekommen.
Müsste ich mir wohl noch einmal ansehen, um zu einem endgültigen Urteil zu kommen - was aber noch dauern wird. Erst einmal das
Gesehene verdauen. Einen bleibenden Eindruck hat er jedoch schon einmal hinterlassen...

(Die HD-Fassung sei übrigens jedem empfohlen. Manche Szenen sehen aus, als wären sie erst gestern gedreht worden. Klasse!)



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Montag, der 17. Juni 2019, 13:15
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