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Eine Liebe in Deutschland (1983) (Rezensionen)
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Film Bewertung: Sehenswert! Sehenswert!
Eine Liebe in Deutschland (1983)
Eine Liebe in Deutschland (1983)
(Un amour en Allemagne (1983))
Drama • Deutschland/Frankreich 1983 • Regie: Andrzej Wajda • Darsteller: Hanna Schygulla, Piotr Lysak, Armin Mueller-Stahl, Ralf Wolter, Daniel Olbrychski, Bernha...

Inhaltsangabe:
Eine verbotene Liebe während des Dritten Reichs. Während ihr Mann als Soldat im Zweiten Weltkrieg dient, führt Pauline den gemeinsamen Dorfladen weiter. Die Arbeit ist schwer. Nur Stani hilft ihr jeden Abend beim Schleppen der Kartoffelkisten. Sie verlieben sich ineinander. Pauline ist Mitte Dreißig, Stani ist 20. Sie ist Deutsche, er polnischer Zwangsarbeiter. Die Nazi-Verordnungen verbieten solche Beziehungen aufs Strengste. Die beiden verbindet eine leidenschaftliche Affäre, die vor nichts halt macht - obwohl über ihnen ständig die Angst vor Entdeckung oder Denunziation schwebt.

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📄 Rezension von 8martin
Bewertung: Sehenswert! "Sehenswert!"verfasst am Montag, 15. April 2019 um 13:28

Liebe in Zeiten des Krieges

In den 80er Jahren hatten die Filme über NS Gräueltaten noch Konjunktur. Da konnte der Film vom großen Adrzej Wajda noch die Emotionen zum Kochen bringen. Dabei hat die Problematik eigentlich nichts an Aktualität eingebüßt. Vorlage ist ein Hochhuth -Roman.
Pauline Kropp (Hanna Schygulla), deren Mann 1941 an der Front ist, verliebt sich in den polnischen Kriegsgefangenen Stanislaus (Piotr Lysak). Die Todesstrafe droht. Als das im Dörfchen Brombach dicht an der Schweizer Grenze publik wird, kommt Pauline ins Gefängnis, Stany wird von Untersturmführer Mayer (Armin Mueller-Stahl) verhört. Der will Pauline als Frau eines Frontkämpfers eigentlich retten, doch sie nimmt alle Schuld auf sich. Stanis Vermessung (Augen-, Haar- und Hautfarbe) zwecks möglicher Eindeutschung gerät zur Groteske, da wiehert der Amtsschimmel heftig.
Die Gegenüberstellung von Pauline und Stanislaus ist ganz großes emotionales Kino, das – obwohl nur kurz – doch bis an die Grenze des Erträglichen geht. Auch die Fahrt zur Hinrichtung, bei der Stani und Wiktorczyk die letzten gemeinsamen Minuten verbringen und Polnisch reden ist dicht und bewegend.
Der Film verdeutlicht die Stimmung unter der Dorfbevölkerung und zeigt wie Angst Denunziantentum hervorruft. Beste Freundschaften zerbrechen an der Realität, niedere Instinkte gewinnen die Oberhand.
Als Rahmenhandlung recherchieren Vater (Otto Sander auch Off-Kommentar) und Enkel (Ben Becker) im Dorf, was damals Mutter und Großmutter Kropp zugestoßen war. Stanis Ende ist besiegelt, der Untersturmbandführer muss nur den polnischen Landsmann Wiktorczyk (Daniel Olbrychski), überreden ihm den Strick um den Hals zu legen. Für drei Zigaretten. Pauline kommt als ‘Polenliebchen‘ für zweieinhalb Jahre ins KZ. Schlusskommentar: ‘Ich weiß nicht, ob man das alles überhaupt erzählen oder erklären kann.‘ Stimmt! Nichts für Vertreter der Schlussstrichdebatte.



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Freitag, der 24. Mai 2019, 03:29
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