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0%0%0%0%0%Meisterwerk!
Autor Thread nr. 39272
DerPsycho
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geschrieben am Mittwoch, 2. August 2017 um 12:00

Körper und Seele (2017)
Körper und Seele (2017)
(A Teströl és Lélekröl)

Drama
Ungarn 2017
Regie: Ildikó Enyedi
Buch: Ildikó Enyedi
Musik: Adam Balazs
Produzent: Ernö Mesterházy, András Muhi, Mónika Mécs
Darsteller: Géza Morcsányi, Alexandra Borbély, Zoltán Schneider, Ervin Nagy, Tamás Jordán, Zsuzsa Járó, Réka Tenki, Júlia Nyakó, Itala Békés, Éva Bata, Zsófi Bódi, Hanna Csata, István Dankó, Annamária Fodor, Attila Fritz, Ábel Galambos, Góliát, Barnabás Horkay, István Kolos, Gusztáv Molnár, Pál Mácsai, Márton Patkós, Picur, Nóra Rainer-Micsinyei, Vivien Rujder, Rozi Székely, Vince Zrínyi Gál

Ein Schlachthaus in Budapest: Mária (Alexandra Borbély) ist neu hier - und als Qualitätskontrolleurin wird sie nicht sonderlich nett empfangen, zumal sie autistisch ist und sich deswegen besonders stark daran hält, was in ihrem Handbuch steht. Fast alle Kollegen meiden Mária, aber immerhin mit dem Finanzchef Endre (Géza Morcsányi), der halbseitig gelähmt ist, versteht sie sich. Die beiden bauen ein besonderes Verhältnis zueinander auf, das sogar noch viel außergewöhnlicher ist, als es zunächst den Anschein hat. Nachdem ein für die Rinderzüchtung vorgesehenes Präparat geklaut wird, das die Tierlibido steigert, werden alle Angestellten des Schlachthauses zu einem psychologischen Test verpflichtet. Das Ergebnis der Untersuchung belegt die spezielle Verbindung von Mária und Endre: Wie es aussieht, haben die zwei Kollegen jede Nacht beide denselben Traum. Sie träumen, dass sie Hirsche sind, die einander in einem verschneiten Wald treffen…

Kinostart: 21.09.2017

FFC-Team
FFC-Team
8martin
TopVerknüpfung zu diesem Beitrag zeigen Diesen Beitrag zu meinen FavoritenBeitrag melden Antworten mit Zitat vom Beitrag #3 RE: Körper und Seele (2017)
geschrieben am Donnerstag, 28. September 2017 um 11:22
** 8martin hat diesen Film mit Meisterwerk! "Meisterwerk!" bewertet!

Der gemeinsame Traum

Was für ein großartiger Film! Für anspruchsvolle Zuschauer zum Zunge schnalzen. Hier stimmt einfach alles. Vom Titel bis zum Abspann, vom Score bis zu den Darstellern. In ein gedankliches Konstrukt vom Feinsten ist die ungewöhnlichste Liebesgeschichte der Leinwand eingebettet. Und Kameraführung, Schnitt und die ganze Technik tun ein Übriges, um uns von Anfang an in einen emotionalen Strudel mit hinein zu ziehen, aus dem wir erst durch ein unerwartetes Happy End erwachen. Das Fantastische dabei ist, dass wir uns in Sphären bewegen, die sonst nur durch Psi und Metaphysik besetzt sind. Hier wird dieses Phänomen aber so abgehandelt, als sei es das Natürlichste der Welt:
Maria und Endre haben denselben Traum: Ein Hirsch und eine Hirschkuh im Winterwald. Sie lernen sich erst kennen, als im Betrieb, in dem sie arbeiten, ‘Unregelmäßigkeiten‘ vorkommen. Eine Befragung durch eine aufreizende Psychologin bringt den gemeinsamen Traum ans Licht. (Mit verschämt netter Komik.)
Maria ist eine autistische Qualitätsprüferin, Endre leicht behindert der Finanzdirektor: zwei Außenseiter also.
Geschickt geschnitten wechselt die Szene vom idyllischen Winterwald zum brutalen Vorgang im Schlachthof, in dem beide arbeiten. Hirsch und Hirschkuh begegnen sich und trinken gemeinsam in einem Bach. Ihre Nasen berühren sich. In der Realität treffen sich Maria und Endre. Gemeinsames Einschlafen zwecks gemeinsamem Träumen gerät zum Fiasko. Maria fürchtet Berührungen. Wie sie die versucht zu überwinden und als sie es fast geschafft hat und durch Endres Absage einen Suizidversuch macht, geht unter die Haut, so wunderschön auch die Bilder dazu sind.
In dem Zweipersonenstück – mit wenigen deftigen Nebenrollen - überzeugt vor allem Maria (Alexandra Borbely). Mit leerem Blick stakst sie wie in Trance linkisch durch die Welt. Endre (Geza Morcsanyi) ist als Chef eher etwas geerdet aber auch unbeholfen und unsicher. All das wird durch die sexuelle Erfüllung erlösend beseitigt, auch der gemeinsame Traum. Selten war der Goldene Bär so verdient für ein Beinahe-Debüt von Ildiko Enyedi. Chapeau!

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