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Die Sonne, die uns täuscht (Rezensionen)
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Die Sonne, die uns täuscht
Die Sonne, die uns täuscht
(Utomlionnye Solntsem)
Gesellschaftsdrama • Russland, Frankreich 1994 • Regie: Nikita Michalkow • Darsteller: Nikita Michalkow, Ingeborga Dapkounaite, Oleg Menchikov, Nadja Michalkova, ...

Inhaltsangabe:
Sowjetunion 1936: Der hoch dekorierte Divisionskommandeur Sergej Petrowitsch Kotow findet keine Gelegenheit, einen Feiertag in seinem Landhaus zu genießen. Eine Einheit der Roten Armee hat ausgerechnet ein Kornfeld in seiner Nachbarschaft zum Truppenübungsplatz erklärt. Im letzten Moment kann Kotow die Panzer daran hindern, die komplette Ernte plattzuwalzen. Kaum hat Kotow sich mit seiner Familie zum Baden an den Fluss begeben, als eine Giftgasübung die Sommergäste zum Aufsetzen von Atemschutzmasken zwingt. Auch ein Gast ist unerwartet eingetroffen. Dmitrij ist ein alter Freund der Familie, der seit Jahren nichts von sich hören ließ und einst Kotows junger Frau Marija nahe stand. Zwischen den beiden Männern gibt es eine Rechnung zu begleichen. Um Marija für sich zu gewinnen, hatte Kotow dafür gesorgt, dass Dmitrij als Verräter galt und ins Ausland abgeschoben wurde. Doch nun hat sich das Blatt gewendet. Dmitrij ist ein hochrangiger KGB-Agent. Im Zuge der "Säuberungsaktionen" des Jahres 1936, in denen Stalin die letzten Spuren der Revolution tilgt und Abweichler - tatsächliche und eingebildete - ermorden lässt, soll Dmitrij Kotow beseitigen: ein Auftrag, den er mit Genuss als persönlichen Rachefeldzug durchführt, indem er mit Kotow einen ganzen Tag lang Katz und Maus spielt.

Mitglieder-Rezensionen
Rezension von 8martin Bewertung: Sehr gut! "Sehr gut!"
geschrieben am Mittwoch, 13. September 2017 um 16:15

Sonniges Trugbild
Der oscarprämierte Film aus dem Jahr 1994 von Nikita Michalkow ist ein Klassiker des neuen russischen Kinos. Mit wunderschönen Bildern aus einem idyllischen Sommer in einer Datscha wird der Protagonist von der brutalen Welt der stalinistischen Säuberungsaktionen der 30er Jahre heimgesucht. Hier leben Kotow (Regisseur Michalkow), der Held der Sowjetunion mit Ehefrau Marusia (Ingeborga Dapkünaite) und Töchterchen Nadia (Nadjeschda, die Tochter des Regisseurs). Wie ein Held der Sowjetunion verteidigt Kotow z.B. die Kornfelder der Bauern gegen Manöver der Armee. Er kann das, weil man ihn immer noch achtet und verehrt. In dieses friedliche Landleben kommt Mitja (Oleg Menschikow).
Nach und nach erfahren wir Details vom Vorleben der beiden Männer. Marusia hat Suizidnarben am Handgelenk. Die Enthüllungen laufen in mehreren parallelen Handlungssträngen ab: hier lieben sich Kotow und Marusia in der Mittagsruhe, während Mitja mit Nadia spielt. Kotow und Mitja reden Tacheles. Eine schwarze Limousine von Mitja bestellt, wird Kotow abholen. Zwischendurch sehen wir immer wieder Arbeiter an einem Turm bauen. Der Abschied von Frau und Tochter hat einen Touch von Benignis ‘Das Leben ist schön‘. Man bietet den NKWD Schergen Gebäck und Tee an, Nadja fragt einen
-
‘Waren sie schon mal im Zoo?‘
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‘Ja sicher.‘
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‘Sind sie ausgebrochen, weil man sie so schlecht gefüttert hat?‘ Gegen Ende lange Großeinstellung auf Kotows total verbeultem Gesicht. Im Abspann erfahren wir Details vom Ende der Familie Kotow. Gegen Ende wandert immer wieder ein goldener Sonnenpunkt durchs Bild. Blendet uns, Glas zersplittert…
Ist das die Sonne Stalins mit Bezug zum Titel? Es ist nicht die Sonne die uns leuchtet. Sie täuscht uns. So subtil rechnet Michalkow mit Väterchen Stalin ab.


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91 User onlineMittwoch, der 22. November 2017, 02:31
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