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Bittersüße Schokolade (Rezensionen)
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Bittersüße Schokolade
Bittersüße Schokolade
(Como agua para chocolate)
Liebesfilm • Mexiko 1992 • Regie: Alfonso Arau • Darsteller: Lumi Cavazos, Lumi Cavadoz, Marco Leonardi, Regina Torné, Regina Torne, Yareli Arizmendi, Ada Carr...

Inhaltsangabe:
Als Teenager verliebt sich die schöne Tita in Pedro. Doch Mama Elena hat andere Pläne mit ihrer jüngsten Tochter: Tita soll auf Ehemann und Kinder verzichten, um ihrer Mutter zur Seite zu stehen. Um seiner Geliebten dennoch nah zu sein, heiratet Pedro ihre gefügige Schwester Rosaura. Tita findet trotzdem einen Weg, Pedro ihre Liebe zuteil werden zu lassen...

Mitglieder-Rezensionen
Rezension von 8martin Bewertung: Sehr gut! "Sehr gut!"
geschrieben am Donnerstag, 7. September 2017 um 18:09

Liebe geht durch den Magen
Es ist zunächst einmal ein Frauenfilm. Wir sind in Mexiko Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Familientradition verlangt es da, dass die jüngste Tochter nicht heiraten darf, weil sie die Mutter bis zu deren Tod pflegen muss. Das heißt Tita (Lumi Cavazos) darf ihren geliebten Pedro (Marco Leonardi: ‘Cinema Paradiso‘) nicht heiraten. Um seiner großen Liebe dennoch nahe zu sein, heiratet er ihre Schwester Rosaura und Tita kocht für alle, denn die Speisen dringen in seinen Körper ein. Die sind quasi ihre Kinder. Eine lustbetonte Verbindung von Sex und Essen also.
Eine sehr lebhafte Familiengeschichte wird optisch durchaus ansprechend nach dem Roman von Laura Esquivel erzählt. Rein symbolisch wird Tita auf dem Küchentisch geboren und hier wird sie göttliche Speisen kreieren: z.B. Wachteln (denen sie eigenhändig die Hälse umdreht) in Rosenblütensauce.
Schwester Gertrudis geht zu den Revolutionären, die ihre Mutter, den bösen Geist des Hauses umbringen. Rosaura wird an Verdauungsproblemen sterben. Tita bekommt trotz alledem einen Sohn von Pedro, der am Ende Rosauras Tochter heiraten wird. So bleiben Tita und Pedro nach einem lebenslangen Warten auf ein offizielles Verhältnis am Ende allein zurück, denn die Kinder gehen eigene Wege.
Im Verlauf der Handlung kommt es – wie im Roman vorgegeben - immer wieder zu übersinnlichen Aspekten: Titas Tränen bei der Zubereitung des Hochzeitsessens lösen einen kollektiven Brechreiz bei den Gästen aus. Der Geist von Titas Mutter erscheint immer wieder und bedroht sie oder Tita verlässt den Hof in einem Wagen und zieht eine endlos lange Decke wie eine Brautschleppe hinter sich her. Sie hatte die schlaflosen Nächte mit Häkeln verbracht. Höhepunkt ist die Hochzeitsnacht in einem Meer von Kerzen, das die Liebenden verschlingt. Tod und Erfüllung liegen dicht bei einander.
Wunderschön anzuschauen, emotional, ohne übermäßig spektakulär zu sein kann auch die Ehe ein Akt der Emanzipation sein.


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86 User onlineMittwoch, der 22. November 2017, 06:23
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