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Riff-Raff (1991) (Rezensionen)
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Riff-Raff (1991)
Riff-Raff (1991)
(Riff-Raff (1991))
Komödie/Drama • Großbritannien 1991 • Regie: Ken Loach • Darsteller: Robert Carlyle, Emer McCourt, Jim R. Coleman, George Moss, Ricky Tomlinson, David Finch, Rich...

Inhaltsangabe:
Stevie wurde gerade aus dem Gefängnis entlassen und findet einen mies bezahlten Job als Bauhelfer. Mit seinen Kollegen reißt er Wände in alten Häusern ein. Der niedrige Lohn reicht gerade mal für das tägliche Bier im Pub nebenan. Eines Tages begegnet Stevie Susan der arbeitslosen Sängerin Susan. Zusammen wollen sie einen Neubeginn wagen...

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Rezension von 8martin Bewertung: gut! "gut!"
geschrieben am Mittwoch, 6. September 2017 um 10:26

Gesindel???!!!
Ein typischer Ken Loach–Film, der hier den Niedergang der Arbeiterklasse dokumentiert. An den Häuserwänden steht noch ‘Klassenkampf‘. Und der Film legt den Finger auf die Wunde der Gesellschaft unter Margaret Thatcher. Es gibt keine Tarifverträge, keinen Arbeitsschutz und wer ‘das Maul aufmacht‘ wird gefeuert, wie Larry z.B. (Ricky Tomlinson). Schwarzarbeit ist angesagt, bezahlt wird mit Schecks und wer kein Bankkonto hat, muss sich sein Geld eben von einem Kumpel von der Bank mitbringen lassen. Und der verlangt dafür £3. Ihren Namen hüten die meisten wie ein Geheimnis. So nennt sich der Antiheld Stevie (Robert Carlyle), obwohl er Patrick heißt. Seine Kumpels nennen ihn Billy Connolly (wie der von der IRA).
Beide Seiten kommen zu Wort, wobei die Arbeitgeber natürlich am längeren Hebel sitzen. Den Tagelöhnern bleibt nur ihre Solidarität oder stille Rache. Die Truppe entrümpelt und renoviert Häuser. Stevie tut, was damals - auch bei uns - viele getan haben: er wird zum ‘Squatter‘, d.h. er besetzt ein leer stehendes Haus und richtet sich dort mit geklauten Möbeln ein.
Stevie trifft Susan (Emer McCourt), eine talentlose Sängerin (singt ‘With a Little Help From My Friends‘), die an der Nadel hängt.
Der Neuanfang liegt zwischen furchtbar schwer und unmöglich. Stevie will unbedingt ehrlich bleiben, Susan macht ihm das nicht leicht.
Ken Loach trifft die Arbeitsatmosphäre der Jungs, ihren derben Humor und ihren Streit unter einander. Ken Loach bringt eine realistische Mischung aus Komik und Tragik. Wenn alle von der schlechten wirtschaftlichen Lage reden, sagt Stevie ‘Depressionen sind etwas für die Mittelschicht. Wir müssen dafür zu früh aufstehen.‘
Und wer mal muss, tut das schon mal in einer neu eingerichteten Musterwohnung. Unvergesslich Larrys Auftauchen aus der Badewanne, wobei er seinen Hut nicht auf dem Kopf trägt, sondern damit seine Kronjuwelen vor den Burka-tragenden potentiellen Kundinnen verdeckt. Eine Lösung gibt es nicht. Loach weiß auch keine. Nur Stevie und seine Kumpels rächen sich in ihrer ganzen Hilflosigkeit und zerstören damit auch ihr eigenes Heim…. In den folgenden Jahren wurde Loach deutlich lustiger und tragischer. D.h. sein Drehbuchschreiber.


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