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Uhrwerk Orange - A Clockwork Orange (Rezensionen)
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155. Platz in der Top 100 Film-Liste
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Uhrwerk Orange - A Clockwork Orange
Uhrwerk Orange - A Clockwork Orange
(A Clockwork Orange)
Psycho-Drama • GB 1971 • Regie: Stanley Kubrick • Darsteller: Malcolm McDowell, Paul Farrell, Patrick Magee, Michael Bates, Warren Clarke, John Clive...

Inhaltsangabe:
Alex (Malcolm McDowell) ist der Anführer eines Quartetts von "Droogs", eine bösartige Clique junger Rowdys, die ihre Nächte damit verbringen, Autos zu stehlen, Schlägereien mit rivalisierenden Gangs zu suchen, Einbrüche zu behgehen und Frauen zu vergewaltigen. Nach seiner Festnahme wird Alex in einem Experiment der Regierung mit dem Ziel, Kriminelle zu resozialisieren, unorthodoxen medizinischen Methoden ausgeliefert ist und so seinerseits zum Opfer...

Mitglieder-Rezensionen
Rezension von GM00122
geschrieben am Montag, 14. März 2005 um 22:13

Uhrwerk Orange ist ein schwieriger Film, seine Bilder schocken und verstören und führen die Moralwelt des Zuschauers ad absurdum. Ich glaube so lässt sich Stanley Kubricks Meisterwerk am besten beschreiben.
Nur leider sagt es nichts über den Film aus.
Es ist auch schwierig über den Film zu sagen, er sei gut oder schlecht. Man muss sich durch jede Szene kämpfen und hinter die Bilder schauen, ihn interpretieren. Das hört sich hochtrabend an, aber genauso funktioniert der Film. Er wurde nicht gemacht um zu unterhalten, er wurde gedreht um eine Aussage zu vermitteln.
Folglich muss man sich mit dem Film beschäftigen, wie schon gesagt, ihn interpretieren.
Für mich ist der Film einer der besten der je gedreht wurde, aber er ist beileibe nichts für einen gemütlichen Videoabend, er ist ein Stück Filmliteratur und Filmgeschichte.

Rezension von Donnie
geschrieben am Sonntag, 12. Juni 2005 um 19:42

Erst jetzt konnte ich diese Filmlücke stopfen und der Streifen von Stanley Kubrick war auch ein ganz interessanter. Dennoch gehe ich nicht so weit und nenne diesen Film ein Meisterwerk, da für meine Wenigkeit die wirklich beeindruckenden Bilder, die visuelle Kraft, wie zum Beispiel in "2001", gefehlt hat. Zwar gibt es auch in "Uhrwerk Orange" einige gut inszenierte Sequenzen, welche ihre Wirkung absolut nicht verfehlen, doch der Film ist eher aufgrund der überaus interessanten Geschichte und der gekonnten Darstellungen, allen voran natürlich Malcolm McDowell und meiner Ansicht nach der an den Rollstuhl gefesselte Herr, empfehlens-und sehenswert. Auch die Spielereien mit der Sprache machen die Faszination für diesen Film aus und der Film hat mich zumindest neugierig auf das Buch gemacht. Ein Film, der in das Allgemeinwissen eines Cineasten gehört.
Ciao, Donnie.


Rezension von the_scarface Bewertung: Meisterwerk! "Meisterwerk!"
geschrieben am Mittwoch, 27. Mai 2009 um 12:38

Righty Right, ein wirklich schwieriger Film. Eigentlich nicht mehr als die Geschichte eines Straftäters, der voll auf Anarchie aus ist und dann durch einen Resozialisierungsversuch am Ende nur noch ein Spielzeug der Politik darstellt-das alles nur eben sehr bizarr und doch extrem kunstvoll erzählt. Zum Einen gefällt mir die Bildersprache, es gibt viele Details zu entdecken, alleine schon der Anfangsshot in der Milchbar, da bin ich von einer Bildecke zur anderen gehuscht. Aber auch die im Film verwendete Sprache trägt einiges zur Handlung bei, vieles wird beschöntigt oder verharmlost, Sachen, die uns als völlig bizarr erscheinen werden dort als was alltägliches angesehen...
Die Musik passt zu jeder Szene und ist ebenso ein wichtiger Bestandteil des Films wie sein Hauptdarsteller, der übrigens mit Bravour von Malcolm McDowell verkörpert wird.
Ich könnte jetzt stundenlang über den Film weiterschreiben, es gibt soviele Ebenen, auf die man den Film deuten könnte, sowas ähnliches hab ich zuletzt bei Fight Club erlebt und der ist heute mein Lieblingsfilm, und "A Clockwork Orange" ist auch so ein potenzieller Kandidat, deswegen werde ich ihn mir noch öfter ansehen...Viddy well.

Rezension von 8martin Bewertung: Sehr gut! "Sehr gut!"
geschrieben am Samstag, 9. September 2017 um 12:20

Therapie als geistige Freiheitsberaubung
Dieser Klassiker aus dem Jahre 1971 beginnt mit einer Gewaltorgie. Alex (Malcolm McDowell) der Anführer der Gang ist durchaus furchteinflößend – nicht nur wegen seiner provokativen Maske und dem Make-up. Neben diesem Schocker bleibt Beethovens 9. als Antipode in Erinnerung. Später wird der Score noch durch Edward Elgars ‘Pomp and Circumstance‘, der heimlichen Nationalhymne der Briten, ergänzt.
Ein interessanter Nebenaspekt der Haupthandlung sind die Machtkämpfe innerhalb der Gang, wobei Alex seine Freunde, die er ‘Droogs‘ nennt, bis aufs Blut zur Unterordnung zwingt. Doch sie verlassen ihn und er wird verhaftet.
Im zweiten Akt des Dramas wird Alex einer Aversionstherapie zur Resozialisierung unterzogen. Er wird ausgewählt, weil er ‘energisch, dynamisch, extrovertiert, jung, böse und frech ist‘. Provokationen und verführerische Sexangebote schlagen fehl. Alex kann einfach nicht. Er ist nicht mehr frei. Aber das Ziel wird erreicht: aus einem schlechten Menschen wird ein Guter.
Alex wird verprügelt und die Polizisten, die ihm helfen sollen, sind seine ‘Droogs‘ von früher. Er rettet sich an den Ort seines früheren Verbrechens. Hier quält ihn der Bewohner mit Beethovens 9. Das Unrecht, das früher von ihm ausgegangen war, fällt nun auf ihn zurück. Und jetzt wird’s politisch.
Kann man das Programm mit der Gehirnwäsche, wenn es fehlt schlägt, der Regierung anlasten? Es geht um die Verteidigung der individuellen Freiheit. Aber der umgepolte Mensch ist nicht mehr frei. Ein inszeniertes Foto für die Presse beschließt den Plot und lässt den Zuschauer bei aller thematischen Ambivalenz im Regen stehen. Eine Diskussion ist angesagt über die Frage: Ist angepasst und unauffällig aber unfrei besser als unangepasst, auffällig aber frei? Kubrick beantwortet die Frage nicht, er stellt sie nur: ‘Sollte der Mensch zu einem Objekt werden wie eine wie ein Uhrwerk aufgezogene Orange? (‘volkstümliche Surrealistik‘). Ein Wahnsinnsfilm!


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181 User onlineSonntag, der 24. September 2017, 01:46
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