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Besessen (2002) (Rezensionen)
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Besessen (2002)
Besessen (2002)
(Possession)
Drama • USA 2002 • Regie: Neil LaBute • Darsteller: Gwyneth Paltrow, Aaron Eckhart, Jeremy Northam, Jennifer Ehle, Lena Headey, Holly Aird, Toby Stephens, Trevor ...

Inhaltsangabe:
Maude ist Literaturwissenschaftlerin, die ihre Studien ganz der Dichterin Christabel LaMotte widmet. Gemeinsam mit dem US-Studenten Roland Michell, der das Werk des viktorianischen Dichters Randolph Ash erforscht, stößt sie auf Hinweise auf eine gemeinsame Affäre der beiden Dichter. Sie folgen den Spuren der leidenschaftlichen Beziehung.

Mitglieder-Rezensionen
Rezension von Samtpfote Bewertung: gut! "gut!"
geschrieben am Freitag, 18. September 2009 um 22:55

Ein wirklich schöner romantischer Film der in die Vergangheit zurück geht und eine verbotene Liebe aufdeckt. Die Darsteller wurden gut besetzt und haben auch ein paar schon in anderen Filmen mitgespielt die aus dieser Zeit spielen. aaron Eckhart hat was interessantes muss ich auch noch sagen.


Rezension von 8martin Bewertung: gut! "gut!"
geschrieben am Mittwoch, 9. August 2017 um 18:19

Eine seltene Perle
Eine der besten und intelligentesten Literaturverfilmungen der letzten Jahre. Bereits die Vorlage von A. S. Byatt hatte mich so tief beeindruckt, dass ich nach der Lektüre vor allem der Gedichte in diversen Literaturgeschichten nachgeforscht habe, weil ich das, was da gelesen hatte, für echte Lyrik der Romantik hielt. So sprachlich präzise hat die Autorin Stil und Wortwahl nachempfunden. Der Film ist ins gesamt deutlicher und von gleicher intensiver Zärtlichkeit für der beiden Liebespaare. Hinzu kommt noch eine Spannung, die nicht nur Literaturfans begeistert. Und dabei weit weg vom Hollywoodesken Mainstream ist.
Roland (Aaron Eckhart) und Maud Bailey (Gwyneth Paltrow) sind einer literarischen Sensation auf der Spur. Der Dichter Randolph H. Ash (Jeremy Northam) war bis dato nur als treuer Ehemann bekannt. Doch er hatte eine Affäre mit Christabel LaMotte (Jennifer Ehle). Die lebte fürs 19. Jahrhundert skandalös in einer Beziehung zur Malerin Blanche (Lena Headey).
Parallel zu den Nachforschungen kommen sich Roland und Maud ebenfalls näher. Aber zunächst nur durch geschliffene Dialoge. Die Regie findet tolle Übergänge von der Jetztzeit ins 19. Jahrhundert und wieder zurück. Dabei streift z.B. die Kamera über das detailgenaue Interieur und der Zuschauer hört Textstellen von R.H. Ash oder Ash und Christabel gehen durch eine Tür hinaus, Roland und Maud treten durch sie ein.
Und dann kommen noch zwei überraschende Wendungen: Christabel hatte ein Kind zur Welt gebracht und den Baileys zur Pflege gegeben. Das waren Mauds Vorfahren. Hier glänzen in zwei Nebenrollen Anna Massey als Lady Bailey und Graham Crowden als Sir George, und als geldgieriger Professor Trevor Eve, der sonst nur die Toten erweckte. Es kommt sogar zu Prügelszenen am offenen Grab.
Und der bewegende Knüller am Schluss ist, dass Ash seine kleine Tochter trifft, die Christabel vor ihm verheimlicht hatte. Er gibt dem Mädchen einen Brief an Tante Christabel mit, aber ach…lyrischer geht’s nicht.
Im Roman steigen Roland und Maud ins Bett, wo Roland ‘Besitz von all ihrer weißen Kühle ergriff, die sich jetzt mit ihm erwärmte, so dass es nun keine Grenzen mehr für sie gab…‘

Gut, dass es solche großartigen Filme noch gibt.


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164 User onlineFreitag, der 20. Oktober 2017, 01:47
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