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Alexander, der Lebenskünstler (Rezensionen)
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Alexander, der Lebenskünstler
Alexander, der Lebenskünstler
(Alexandre le bienheureux)
Komödie • Frankreich 1967 • Regie: Yves Robert • Darsteller: Philippe Noiret, Françoise Brion, Marlène Jobert, Paul Le Person, Tsilla Chelton, Léonce Corne, Pierr...

Inhaltsangabe:
Die humorvolle Geschichte von einem bärenstarken Großbauern, der nach dem Tode seiner arbeitswütigen Frau zum Ärger der neidischen Dorfbewohner monatelang Siesta hält. Ein originelles, frisch inszeniertes Lob der Faulheit und der kleinen Freuden des Daseins; sympathische Unterhaltung mit überdenkenswerten Ansätzen.

Mitglieder-Rezensionen
Rezension von 8martin Bewertung: gut! "gut!"
geschrieben am Mittwoch, 6. September 2017 um 19:37

Ein Hoch auf die Faulheit
Eine typische französische Komödie aus den 60er Jahren. Mit einer gehörigen Portion Charme, liebevollen Details und einer nachdenkenswerten Message am Ende. Klar strukturiert ergeben sich drei Kapitel: 1. der arme Alexandre (Philippe Noiret) wird von seiner Frau (Francoise Brion) pausenlos rumkommandiert. Sie schnippt nur mit dem Finger und er pariert sofort. Das ist zwar etwas klischeehaft, aber das Talent der Darsteller und die humorvollen Einfälle lassen uns das vergessen. Dabei ist er ein herzensguter Typ, der mit den Tieren – vornehmlich seinem kleinen Hund - redet. Ein Autounfall befreit ihn von seinem Plagegeist.
2. Alexandre verlässt sein Bett nicht. Er hat alles was er braucht an Schnüren unter die Zimmerdecke gehängt. Die Dorfbewohner rebellieren, manche imitieren Alexandre. Ein witziger Kleinkrieg bricht aus. (z.B. nächtliche Ruhestörung durch das örtliche Blasorchester, auch bei Dauerregen). Vorschlag den Hof zu belagern. ‘Napoleon hat England ausgehungert‘. – ‘Wollt ihr die Engländer auch mit reinziehen?‘ Hier hat Pierre Richard (Der große Blonde) sein Debut. Kleine Soloeinlage. Alexandres Lebensart darf doch keine Schule machen. Sein Hund geht mit Körbchen für ihn einkaufen.
3. Den Kampf überwindet die neue Verkäuferin des Tante-Emma-Ladens Agathe (Marlène Jobert). Sie kommen sich ganz neckisch näher. Es gelingt ihr, Alexandre zum Traualtar zu führen, aber bevor er ‘Ja-Sagt‘, hat Agathe mit dem Finger geschnippt. Sie hatte sich zuvor bereits als knallharte Geschäftsfrau unvorsichtigerweise aus dem Fenster gelehnt. So findet Alexandre eine Lösung als Lebenskünstler…oder wie die Franzosen sagen: als der Glückliche. Beste Unterhaltung.


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